Harninkontinenz
... auch als Blasenschwäche bezeichnet, ist die Unfähigkeit, den Urin bewußt zurückzuhalten bzw. ein unnatürlich starker Harndrang, so daß es zu unkontrolliertem Harnverlust kommt.
Arten der Harninkontinenz
1. Streßinkontinenz
ist die häufigste Art und kann auch bei jüngeren Frauen vorkommen. Streß heißt dabei Druckanstieg in der Bauchhöhle, der beim Husten, Niesen Lachen oder Hochheben einer Last auftritt. Wenn die Bänder, die die Harnröhre unterstützen, nachlassen oder die Beckenbodenmuskulatur geschwächt ist (z.B. als Folge von Geburten), kann es zu unfreiwilligem Urinverlust kommen.
2. Dranginkontinenz
tritt vor allem bei älteren Frauen auf. Normalerweise hat die Harnblase ein Fassungsvermögen von 300-500 ml. Aufgrund verschiedener Ursachen kann sich die Harnblase verkleinern. Der Harndrang kann früher oder plötzlich auftreten oder ist so stark, daß sich die Blase spontan zusammenzieht und den Urin entleert.
Dranginkontinenz kann z.B. durch Harnwegsinfekte, Blasensteine oder Hormonmangel hervorgerufen werden. Auch über einen langen Zeitraum falsches Verhalten beim Trinken kann eine Ursache sein. Häufig von Dranginkontinenz sind Diabetiker betroffen.
3. Überlaufinkontinenz
ist eine Blasen-Entleerungsstörung und wird als typische Männerkrankheit bezeichnet. Die Blase ist gefüllt, aber Urin geht nur in kleinen Mengen und unregelmäßigen Abständen unkontrolliert ab, ohne daß die Blase dabei richtig geleert wird. Beim Mann geschieht das, wenn die Harnröhre durch eine vergrößerte Prostata verengt ist.
Auch Harnröhrenverengungen anderer Genese, Blasensteine oder Mißbildungen der Harnröhre können Ursachen sein.
Zusammenfassung der Ursachen für eine Inkontinenz
- Beckenbodenschwäche, Nervenerkrankungen, Blasenreizungen
- Koordinationsstörungen der natürlichen Harnentleerung, hervorgerufen durch physische oder psychische Erkrankungen
- Nebenwirkungen von Arzneimitteln
- nervale Steuerungsdefekte in Folge von Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall, Alzheimer oder Diabetes
Auswirkungen der Inkontinenz und Selbsthilfe
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Literatur zum Thema Inkontinenz
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Nach Prostata-Operationen und bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen sind viele Männer von Inkontinenz betroffen.
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