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Weißdorn in der Blütezeit
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Familie: |
Rosaceae (Rosengewächse) |
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Synonym: |
Hagedorn, Mehldorn, Weißheckdorn, Heckendorn, Zaundorn, Mehlbeerbaum, Christdorn |
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Inhaltsstoffe : |
- Flavonoide (Flavon- u. Flavonoidglycoside)
- oligomere Procyanidine
- Catechine, Kaffesäure, Purine, Choline
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Herkunft: |
Der Weißdorn wächst in lichten Gebüschen, in Hecken und lebenden Zäunen, an sonnigen Hängen und in Laub- und Föhrenwäldern. |
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Geschichte: Erstmals wurde Weißdorn im ersten JH unserer Zeitrechnung von Dioskurides erwähnt. Im Mittelalter fand er Anwendung bei Gicht, Blutungen und Weißfluß. In der zweiten Hälfte des 19. JH wurde die Behandlung von Herzerkrankungen und koronaren Durchblutungsstörungen fester Bestandteil der Homöopathie.
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Beschreibung: Die Blätter, Blüten und Früchte des Weißdorn werden aus mehreren Stammpflanzen gewonnen:
- Crataegus monogyna (eingriffliger Weißdorn)
- Crataegus laevigata (zweigriffliger Weißdorn)
- Crataegus pentagyna (fünfgriffliger Weißdorn)
- Crataegus nigra (dunkler Weißdorn)
- Crataegus azarolus (Azaroldorn)
Die Arten unterscheiden sich nur durch die Anzahl der Griffel, die Form der Blätter und die Behaarung der Blütenteile. Für die pharmazeutische Nutzung sind vor allem eingriffliger und zweigriffliger Weißdorn von Bedeutung.
Weißdornpflanzen sind dornige, stark verzweigte Sträucher, selten Bäume. Sie werden häufig als Windschutzhecken gepflanzt. Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Von August bis September reifen die roten Früchte heran. Der eingrifflige Weißdorn hat behaarte, der zweigrifflige unbehaarte Blütenstiele.
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Wirkung: Weißdorn beeinflußt das Herz in vielerlei Hinsicht:
- Steigerung der Kontraktionskraft (positiv inotrop)
- Verbesserung der Erregungsleitung (positiv dromotrop)
- Senkung der Reizschwelle des Herzens (negativ bathmotrop)
- erweitert Herzkranzgefäße und bewirkt gesteigerte Durchblutung des Herzmuskels, verbessert die Herzleistung des geschwächten Herzens und wirkt regulierend auf den Blutdruck
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Anwendung: Weißdornblätter und -blüten werden bei nachlassender Leistungsfähigkeit des Herzens sowie bei Druck- und Beklemmungsgefühl in der Herzgegend angewendet. Erste Anzeichen für nachlassende Herzleistung sind z.B. Probleme beim Treppensteigen oder das Gefühl rascher Erschöpfung bei körperlicher Beanspruchung.
Das ältere Herz kann beim Pumpen nicht mehr so stark kontrahieren und somit gelangt bei jedem Schlag weniger Blut in den Kreislauf. Das führt insbesondere zu einem mangelhaften Rückstrom des venösen Blutes aus den unteren Extremitäten. Es kann zu Wasseransammlungen in den Beinen kommen (Abdruck vom Sockenbund über dem Knöchel!).
Neue Untersuchungen ergaben, dass Weißdornextrakt das Herz auch vor dem Streßhormon Noradrenalin abschirmt. Typisch stressbedingte Beschwerden wie Herzrasen, -stechen oder -stolpern werden gelindert.
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Dosierung: Täglich sollte man zwischen 1 und 5 g Droge zu sich nehmen. Das entspricht 160-900mg Extrakt mit einem Droge-Extrakt-Verhältnis von ca. 4-7:1.
Die Dauer der Anwendung beträgt mindestens 6 Wochen.
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Nebenwirkungen: Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.
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Gegenanzeigen: Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Weißdorns dürfen die Präparate nicht eingenommen werden. Nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden , da hierzu keine Untersuchungen vorliegen.
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Darreichung: Kapseln, Dragees, Tabletten, Tropfen, Tee
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